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„Braunau hat die Energie – die Gemeinden müssen profitieren.“

4. September 2026

„Braunau hat die Energie – die Gemeinden müssen profitieren.“

SPÖ Landesparteivorsitzender LR Mag. Martin Winkler

Der Windatlas 2026 zeigt deutlich mehr nutzbares Windpotenzial als bisher angenommen – auch in den von der schwarz-blauen Landeskoalition festgelegten Ausschlusszonen. Dass Windkraft im Bezirk funktioniert, beweist Munderfing: Sechs Anlagen erzeugten 2024 mehr als 41 Millionen Kilowattstunden Strom. Der Windpark befindet sich zu 75,2 Prozent im Gemeindebesitz.

Martin Winkler will den nächsten Schritt gehen und Windkraft, Agri-Photovoltaik und Batteriespeicher zu Hybridkraftwerken verbinden. Photovoltaik liefert vor allem tagsüber und im Sommer, Windkraft verstärkt nachts und im Winter. Speicher gleichen Schwankungen und Leistungsspitzen aus bzw. auf. Ein gemeinsamer Netzanschluss nutzt die Infrastruktur effizienter.

Braunau bietet dafür beste Voraussetzungen: 53 Windkraft- und 23 Agri-PV-Anlagen könnten rund 1,025 Terawattstunden Strom pro Jahr erzeugen und damit den heutigen Bezirksverbrauch rechnerisch decken. Die Gemeinden sollen durch Beteiligungen, Pachtzahlungen, günstigeren Strom in Energiegemeinschaften und den von Winkler geforderten Gemeinde-Cent profitieren. Bei vollständiger Nutzung des Potenzials könnte dieser Cent rund 10,25 Millionen Euro jährlich für die Standortgemeinden bringen.

Winkler: „Wer das Potenzial blockiert, gefährdet die Zukunft.“
Doch Oberösterreich hat weiterhin kein Hybridkraftwerk. Die FPÖ blockiert Windkraft aus ideologischen Gründen; die ÖVP gibt nach, verkleinert mögliche Flächen und lässt Projekte in langen Verfahren hängen. Damit verhindert Schwarz-Blau saubere Energie und Millionen an regionaler Wertschöpfung. „ÖVP und FPÖ blockieren nicht nur Windräder, sondern auch Einnahmen für unsere Gemeinden, günstigeren Strom und neue Chancen für die regionale Wirtschaft“, so Winkler.

„Die Bevölkerung muss wissen, wer gerade ihre Energieunabhängigkeit verspielt und sie weiterhin von Gas aus Russland abhängig macht. Schwarz-Blau sind die Verhinderer kluger Energiepolitik“, sagt Landesrat Martin Winkler. „Ich will ein Ermöglicher sein: Hybridkraftwerke machen aus Wind, Sonne und Batterien ein starkes Team. Braunau hat das Potenzial – jetzt muss das Land endlich den Weg freimachen!“

Der Winkler-Plan: Mehr Tempo, mehr Beteiligung, mehr heimische Energie
Die SPÖ OÖ fordert daher den massiven Ausbau von Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft, Netzen und Speichern. Hybridkraftwerke aus sollen Anschlüsse besser nutzen und auch abends sowie im Winter Energie liefern. Energie steht im Zentrum, weil sie über Preise, Arbeitsplätze, Versorgungssicherheit und kommunale Handlungsfähigkeit entscheidet.

Dafür braucht es klare Beschleunigungszonen, gebündelte digitale Verfahren, verbindliche Fristen und eine Verkürzung der Verfahrensdauer auf ein Zehntel. Eine Oberösterreichische Kraftwerks-Ausbau-Gesellschaft (OKA) soll Planung, Finanzierung und Bau bündeln. Unterstützung für eigene Anlagen und Energiegemeinschaften sowie der Gemeinde-Cent sichern die kommunale Beteiligung.

„Unser Ziel ist klar: Oberösterreich muss vom Nettostromimporteur zum Selbstversorger werden. Mehr eigener Strom bedeutet stabilere Preise, sichere Arbeitsplätze und mehr Geld für unsere Gemeinden“, sagt Winkler.

„Wir wollen nicht, dass über die Gemeinden hinweg geplant wird. Wir wollen Projekte mit den Menschen entwickeln – transparent, naturverträglich und mit einem klaren Nutzen für den Ort“, betont Knauseder.

Mehr-Energie-Tour: Zukunftskraft aus dem Bezirk Braunau
Am Donnerstag, 3. September, führte die Mehr-Energie-Tour von 9.15 Uhr bis etwa 21 Uhr durch den Bezirk. Auf den Windpark Munderfing und das Pressegespräch in Schalchen folgte ein Besuch beim Holzbauspezialisten WIEHAG in Altheim sowie die Besichtigung einer Agri-PV-Anlage der Ökostrom AG in Höhnhart. Hausbesuche bildeten den Abschluss.
„Braunau zeigt, dass Energiewende, starke Betriebe und starke Gemeinden zusammengehören“, sagt Winkler.
„Wir schauen hin, hören zu und bringen die Erfahrungen unserer Gemeinden in die Landespolitik“, so Knauseder.


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