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Gefahren bei „Energiezwanglampen“ eklatant, Verbot erwägenswert

Bei Bruch Quecksilbervergiftung möglich, Entsorgung und Aufklärung mangelhaft, sparen nur marginal Energie

"Energiesparlampen tragen ihren Namen zu Unrecht. Sie
enthalten Giftstoffe wie Quecksilber, das bei Bruch höchst giftig
ist, ihre Lebensdauer entspricht meist nicht einmal den
Mindestangaben der Hersteller und ihre Erzeugung ist um vieles
energieintensiver als die Herstellung der altbekannten Glühbirne. Die
Ökobilanz der sogenannten Energiesparlampen ist katastrophal. In
letzter Konsequenz gehören neue Alternativen wie etwa die
LED-Technologie gefördert und ich fordere eine Verbannung der Lampen
aus den Haushalten", betont SPÖ-Nationalratsabgeordneter Buchmayr am
Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Buchmayr richtete aus diesen Gründen an das Umweltministerium eine
Parlamentarische Anfrage. Aus dieser geht eindeutig hervor, dass sich
das Ministerium nicht der Problematik bewusst ist und dass es keine
Bemühungen gibt, sich mit der Materie zu beschäftigen. So hat das
Ministerium keine eigene Studie in Auftrag gegeben und auf die Frage,
ob man die Bevölkerung über die Gefahren der Lampen informiert hat,
weist man lapidar darauf hin, dass man ein Informationsblatt
herausgegeben habe.

Parlamentarische Anfrage und Beantwortung:

http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/J/J_11889/index.shtml
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_11554/index.shtml

"Ein Informationsblatt alleine wird die Bevölkerung nicht aufklären.
Dabei sind die Gefahren der Lampen extrem hoch. Bei Bruch kann das
enthaltene Quecksilber verdampfen und eine Studie des Deutschen
Umweltamtes hat gezeigt, dass die Konzentration des Quecksilbers im
Raum die Grenzwerte um das Zwanzigfache überschreitet. Selbst der
Präsident des Deutschen Umweltbundesamtes kommt zum Schluss: ‚Das
Quecksilber ist die Achillesferse der Energiesparlampen’", so
Buchmayr.

Buchmayr fordert eine umfassende Aufklärungskampagne. Besonders auf
der Produktverpackung und auch bei den Sammelbehältern soll es
Hinweise geben wie man sich bei Bruch zu verhalten hat. In vielen
Fällen werden die Lampen offen wie Altglas entsorgt. Ein dabei
entstehender Bruch würde auch das Quecksilber freisetzen.

"Insgesamt gesehen muss man sagen, dass die Energiesparlampe eine
aufgezwungene Zwischenlösung ist, ich möchte nur auf die Titelstory
des Profils der vergangenen Woche verweisen. Eine einzelne Lampe hat
das Potential, 5.000 Liter Wasser zu verunreinigen. Also sollte man
sich seitens des Ministeriums der Verantwortung den Menschen und der
Umwelt gegenüber annehmen und die Problematik nicht herunterspielen.
Ein Fehler wird nicht besser, indem man ihn ignoriert, man sollte ihn
rückgängig machen und das kann nur heißen: LED-Lampen rein, Lampen
mitsamt dem Quecksilber raus!"

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